KreisNienburgweites Anti-Atom Bündnis gegründet

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Nienburg. Die Querelen um Asse und Gorleben, der nur halbherzige Versuch der
Regierung einer Energiewende, und nicht zuletzt der neuerliche Versuch des
Wirtschaftsminister Rösler diese zu blockieren, bewegten engagierte Atomkraftgegner aus dem Umfeld der „Mahnwache Nienburg“ sowie vom „Runden Tisch EnergiewendeStolzenau“ ein kreisweites Bündnis zu gründen.

Der Anti-Atom Kreis Nienburg trifft sich regelmäßig an jedem ersten Montag im Monat ab 19:00 Uhr im Kulturwerk Nienburg zu einem offen Stammtisch, zu dem Interessierte herzlich eingeladen sind.

Das nächste Treffen findet am Montag, 6.Februar um 19 Uhr statt.
Die Vernetzung von Anti-Atombewegungen, Umweltverbänden, sowie atomkritischen Parteien sei unumgänglich um eine effektive Arbeit zu leisten, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Anti-Atom Kreis Nienburg arbeitet bereits seit 2011 in der Regionalkonferenz Grohnde mit. Das ist ein Zusammenschluss von Gruppen und Menschen aus dem Bereich Bielefeld und Braunschweig sowie Göttingen und Celle. Ging es zunächst um die Vorbereitung der Aktion zum 25. Tschernobyl-Jahrestag Ostermontag 2011 am AKW Grohnde, so geht es jetzt darum, den Weiterbetrieb des AKW Grohnde (bis
2021) zu verhindern.

Amerikanische Wissenschaftler hatten für Fukushima eine Evakuierung im Umkreis von 80 km vorgeschlagen. Legt man diesen Radius beim AKWGrohnde zugrunde, wären 5,2 Millionen Menschen betroffen, so auch in Nienburg und Stolzenau. Das ist nach Phillipsburg und Neckarwestheim die größte Zahl von Menschen, die von einem AKW in Deutschland betroffen ist.
Ein weiterer Schwerpunkt des AAKN ist die Existenz des Zwischenlagers für radioaktive Abfälle in Leese und diese in der Öffentlichkeit bekannter werden zu lassen.
Als erste gemeinsame Aktion wird für Samstag, 11.02.2012 um 11:55 Uhr in der
Nienburger Fußgängerzone , Lange Str., Ecke Bürgermeister-Stahn-Wall eine Mahnwache mit anschließendem Spaziergang zur Madonna von Tschernobyl organisiert. Einen Monat vor der Japanischen Katastrophe ruft die japanische Anti-Atom-Bewegung zu Großdemonstrationen auf, da am 11. März in Japan die Trauer um die Opfer des Tsunamis im Mittelpunk steht. Als Zeichen der Verbundenheit finden weltweit Mahnwachen statt. Aus diesem Grund lautet das Motto in Nienburg „5 vor 12, Fukushima heißt: Grohnde abschalten!“

Die Montags-Mahnwachen in Nienburg finden weiterhin wöchentlich um 18 Uhr in der Fußgängerzone statt.

Die Mahnwache Stolzenau ist jeden dritten Montag im Monat um 18:45 Uhr in Stolzenau an der Normaluhr. Im Anschluss daran trifft sich um 19  Uhr der Runde Tisch Energiewende in der Pizzeria Roma in Stolzenau.

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